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RetroFit und Lebenszyklus in Einklang gebracht

Gezieltes Vorgehen sichert langfristige Verfügbarkeit vorhandener Maschinen

Mit Beginn der Betriebsphase gilt die permanente Verfügbarkeit für neu installierte Regalbediengeräte und Fördertechnik als höchste Priorität. Über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen absehbar notwendige Wartungsarbeiten oder Modernisierungen verschwinden dann häufig schnell aus dem Blickfeld. Um die Verfügbarkeit zu sichern und die Lebensdauer des Maschinenparks maximal zu verlängern, sollte die Planung leistungserhaltender RetroFit-Maßnahmen aber schon frühzeitig ansetzen und kontinuierlich fortgeschrieben werden.

Während die Grundkonstruktionen aus Stahl- und Maschinenbau meist ohne nennenswerte Modifikationen mühelos viele Jahrzehnte überdauern, liegt der Fokus im RetroFit von Regalbediengeräten und Fördertechnik vor allem auf den vielfältigen Komponenten der Antriebs- und Steuerungstechnik. Tim Meinke, Vertriebsleiter RetroFit/Intralogistiksysteme der TELOGS GmbH, nennt als Beispiel die fortlaufende Weiterentwicklung der für die Datenkommunikation aller Anlagen elementaren Bussysteme: „Bei neu installierten Systemen geht es anfänglich um Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten. Im Lauf des Maschinenlebens kommt es in der Regel aber zu technologischen Weiterentwicklungen und somit zu einem technologischen Sprung. Dieser neue Stand der Technik macht dann den Austausch von Hardware unumgänglich und ist der Grund für umfängliche steuerungstechnische Modernisierungen.“ In der Zwischenzeit sollten Anlagenbetreiber gleichwohl die Verfügbarkeit der eingesetzten Hardware unterschiedlichster Art im Auge behalten: „Üblicherweise haben steuerungstechnische Komponenten einen Produktlebenszyklus von 15 bis 20 Jahren, während die meisten Anlagen selbst viel länger in Betrieb sind“, so Meinke. „In der alltäglichen Routine verlieren einige Anlagenbetreiber die Verfügbarkeit ihrer eingesetzten Komponenten aber unbeabsichtigt aus dem Auge. Wenn es dann noch Schwierigkeiten mit der Lieferkette gibt oder Hersteller gar unerwartet vom Markt verschwinden, kommt es leicht zu unerwarteten und kostspieligen Stillständen.“

Absehbare Arbeiten frühzeitig planen
Indem Anlagenbetreiber den Maschinenlebenszyklus von Regalbediengeräten und Fördertechnik auf absehbare Fortschritte oder Verschleiß sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen kontinuierlich abstimmen, kann ungeplanten Stillständen indes wirkungsvoll vorgebeugt werden. „Basierend auf den Erfahrungen aus mittlerweile gut 500 realisierten RetroFit-Projekten an Regalbediengeräten und Fördertechnik, können wir den Ist-Zustand von Bestandsanlagen unabhängig bewerten, daraus langfristige Modernisierungsstrategien ableiten und diese anschließend auch umsetzen. Die konkreten Modernisierungen können dabei in einem Schwung erfolgen oder über mehrere Jahre in kleinen Schritten umgesetzt werden. Wichtig ist der fortlaufende Abgleich mit den unternehmerischen Zielen des jeweiligen Betreibers, denn jede Modernisierung sollte kundenspezifisch und individuell ausgeführt werden“, stellt Tim Meinke fest.

Lebenszyklus verteilt auf mehrere Phasen
Typischerweise verläuft ein Maschinenlebenszyklus in mehreren Phasen, von der Planung der Anlage und deren Konstruktion über Integration, Inbetriebnahme, Instandhaltung und Wartung bis hin zu Modernisierungen und schließlich dem Rückbau. „Um die Verfügbarkeit der Anlage nicht zu gefährden sowie Personal und Kapazitäten optimal planen zu können, muss der Betreiber die Herausforderungen der jeweiligen Phase im Auge behalten“, so Meinke. Das Hauptaugenmerk gilt naturgemäß der Betriebsphase: Instandhaltungsarbeiten oder Modernisierungen müssen sorgfältig geplant werden, denn jeder Stillstand kostet Geld. Umgekehrt macht sich gute Instandhaltung durch hohe Verfügbarkeit und nur wenige unplanmäßigen Reparaturen bezahlt.

Sensibilisierung des Bedienpersonals
Damit das gelingt, empfiehlt Meinke mit Blick auf die Ersatzteilproblematik eine entsprechende Sensibilisierung des jeweiligen Personals, regelmäßige Kontrollen der vorhandenen Lagerbestände sowie der Bezugsquellen und Lieferwege. Davon abgesehen, könnten die meisten anstehenden Arbeiten zwar mit dem Know-how der eigenen Belegschaft vor Ort erledigt werden. Doch mit dem wie auch immer bedingten Ausscheiden von Technikern, die oft noch die ersten Phasen im Maschinenlebenszyklus begleitet haben, geht zugleich auch wertvolles Wissen verloren. „Das vorhandene Wissen in ein System zu überführen und für die Unternehmen weiterhin verfügbar zu halten, ist zwar eine hohe Kunst, sollte von jedem Anlagenbetreiber aber möglichst frühzeitig angegangen werden“, sagt Tim Meinke.

RetroFit nur mit Management-Beteiligung
Geht es um den Umbau oder die Modernisierung vorhandener Regalbediengeräte und Fördertechnik, sollte der Modernisierungsbedarf nicht nur auf dem Shopfloor erfolgen sondern möglichst früh auch das obere Management mit einbeziehen. „Ob eine Modernisierung betriebswirtschaftlich sinnvoll ist, kann unter Berücksichtigung der Unternehmens- und Standortstrategie letztlich nur die Führungsetage entscheiden“, so Meinke. Dafür brauche es allerdings auch das Bewusstsein, dass sich insbesondere Modernisierungen primär nur auf die Verfügbarkeit der Anlage auswirken, weniger hingegen auf deren Leistung. „Durch RetroFit-Projekte kann die technische Verfügbarkeit der Anlagen erneut 98 Prozent erreichen“, erklärt TELOGS-Vertriebsleiter Meinke, „abgesehen von Verbesserungen der Rechnertechnik und damit der Anlagenlogik, bleibt bei einem RetroFit die reine Umschlagsleistung unverändert.“ RetroFit stehe in diesem Zusammenhang vorrangig für die Modernisierung der Steuerungstechnik und deren Anpassung an aktuell gängige Standards – und weniger für höhere Maschinenleistung. Darüber hinaus müssten im Entscheidungsprozess aber auch Aspekte der IT-Security hinsichtlich Fernwartungsmöglichkeiten und Zugängen oder veränderte Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden, was wiederum den Kreis der Beteiligten zwingend erweitere.

Einbeziehung externer Fachfirmen
In der Praxis können RetroFit-Maßnahmen zumeist aber nur unter Einbeziehung spezialisierter Dienstleister realisiert werden, die möglichst herstellerunabhängig den Ist-Zustand der jeweiligen Anlage beurteilen und darauf basierend gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber das Modernisierungskonzept erstellen. „Im Idealfall handelt es sich um einen Partner, der wie TELOGS die gesamte Bandbreite der Aufgaben rundum Regalbediengeräte und Fördertechnik beherrscht: Vom Erstellen unabhängiger technischer Bewertungen und dem Erarbeiten kompletter Modernisierungsstrategien über steuerungstechnische Modernisierungen und mechanische Verbesserungen von Baugruppen bis hin zu regelmäßiger Wartung und Prüfung“, so Tim Meinke. Nicht zuletzt gewährleistet das Know-how spezialisierter Dienstleister, dass durch RetroFit-Maßnahmen unumgängliche Anlagenstillstände auf ein absolutes Minimum reduziert werden und sich Projekte der Modernisierung oder Automatisierung geringstmöglich auf den laufenden Betrieb auswirken. Als „Faustregel“ empfiehlt Tim Meinke in diesem Zusammenhang, neben den im Maschinenlebenszyklus anfallenden üblichen Aufgaben spätestens nach 15 Jahren Betriebsdauer zu überprüfen, ob Regalbediengeräte oder Fördertechnik einem RetroFit unterzogen werden sollten. „Unabhängig davon macht es immer Sinn, den Ist-Zustand fortlaufend im Blick zu behalten und sich um den Erhalt der Anlagenverfügbarkeit nicht erst dann zu kümmern, wenn unerwartet etwas kaputtgegangen ist“, so Tim Meinke.

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Über TELOGS
TELOGS ist Anbieter von Intralogistiksystemen und unterstützenden Services mit Fokus auf Beratung und Planung sowie der Implementierung und Verbesserung von Intralogistiklösungen. Das Alleinstellungsmerkmal von TELOGS ist der herstellerunabhängige Service. Die TELOGS GmbH wurde im Jahr 2000 gegründet und wird seither von dem geschäftsführenden Gesellschafter Jürgen Dönges geführt. Neben dem Hauptsitz in Wettenberg/Gießen verfügt TELOGS bundesweit über Servicestandorte, an denen Mitarbeiter dauerhaft stationiert sind. Derzeit hat TELOGS 50 Mitarbeiter weltweit und erwirtschaftet einen Umsatz von 8,7 Mio Euro.

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