„Digitalisierung ist eine Chance für nachhaltige Effizienzgewinne“
Thomas Stumpf, Vertriebsleiter der Objektus GmbH, über Digitalisierung, Planungssicherheit und politische Rahmenbedingungen in der Wohnungswirtschaft
Frage: Herr Stumpf, laut Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD soll das sogenannte Heizungsgesetz abgeschafft werden, das neue GEG soll „technologieoffener, flexibler und einfacher“ werden. Inzwischen ist von „Abschaffung“ zwar nicht mehr wirklich die Rede, auf jeden Fall ist aber die Änderung einer Reihe von Vorgaben zu erwarten. Worauf muss sich die Wohnungswirtschaft nun aller Voraussicht nach einstellen – und welche Korrekturen wären wünschenswert?
Thomas Stumpf: Eine technologieoffene und praxisnahe Ausgestaltung des GEG ist ein längst überfälliger Schritt. Die Wohnungswirtschaft braucht keine ideologischen Vorgaben, sondern umsetzbare Lösungen. Wir rechnen damit, dass der Fokus künftig stärker auf Wirtschaftlichkeit, Umsetzbarkeit und Flexibilität gelegt wird – zum Beispiel durch die Anerkennung verschiedener Energieträger und hybrider Systeme. Wünschenswert wären vor allem mehr Planungssicherheit und ein klarer Zeithorizont für Anforderungen, damit Investitionen nicht nach wenigen Jahren durch politische Kurswechsel entwertet werden.
Frage: Die Menge und das Tempo neuer Vorgaben haben die Wohnungswirtschaft während der vergangenen Jahre unter Druck gesetzt und führten auch zu Verunsicherung, ob Investitionen in digitale Technik nicht schon bald durch weitere Gesetzesänderungen überholt sein könnten. Kann es bei digitalen Services für die Wohnungswirtschaft überhaupt so etwas wie langfristige Planungssicherheit geben?
Thomas Stumpf: Planungssicherheit ist ein großes Thema – gerade im digitalen Bereich. Trotzdem sehen wir, dass viele Lösungen, die auf offenen Standards und modularer Architektur basieren, deutlich zukunftssicherer sind. Unser Ansatz bei Objektus ist deshalb bewusst flexibel und integrationsfähig gestaltet. Wir glauben, dass Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft vor allem dann nachhaltig wirkt, wenn sie nicht als singuläre Maßnahme, sondern als kontinuierlicher, strategischer Prozess verstanden wird. Hier können digitale Plattformen helfen, gesetzliche Änderungen nicht als Störfaktor, sondern als Chance für Effizienzgewinne zu nutzen.
Frage: Im Gebäudesektor liegt der politische Fokus weiterhin auf Energieeffizienz und CO2-Reduzierung. Inwieweit können die von Objektus angebotenen Services dabei hilfreich sein?
Thomas Stumpf: Unsere Services zielen genau auf diese Anforderungen ab: Transparenz, Automatisierung und datenbasierte Entscheidungen. Wir bieten Lösungen zur digitalen Verbrauchserfassung, zur intelligenten Heizkostenverteilung und zur Erkennung von Anomalien bei den Energieverbräuchen. So können Betreiber nicht nur gesetzliche Vorgaben erfüllen, sondern auch aktiv Einsparpotenziale heben. Besonders im Zusammenspiel mit ESG-Anforderungen und dem Wunsch nach energieeffizientem Gebäudebetrieb wird digitale Technik zum echten Effizienztreiber.
Frage: Mit der Schaffung eines neuen Ministeriums räumt die Regierung der Digitalisierung höchste Priorität ein. Kann sich das auch auf den Bereich der digitalen Services für die Wohnungswirtschaft auswirken und durch Vernetzung womöglich die Arbeit von Wohnungsverwaltungen erleichtern helfen?
Thomas Stumpf: Definitiv – vorausgesetzt, die politischen Maßnahmen greifen nicht nur auf Bundesebene sondern auch in den Kommunen. Die Wohnungswirtschaft profitiert enorm von besseren digitalen Schnittstellen, standardisierten Prozessen und interoperablen Plattformen. Wenn Verwaltung, Dienstleister und Technik künftig stärker vernetzt arbeiten können, reduziert das nicht nur den Aufwand, sondern erhöht auch die Transparenz für Mieterinnen und Eigentümerinnen. Wir begrüßen deshalb jeden Impuls, der die Digitalisierung strukturell voranbringt – auch und gerade in der Immobilienwirtschaft.
Über Thomas Stumpf
Thomas Stumpf ist seit Oktober 2022 Vertriebsleiter der Objektus GmbH. Mit seiner langjährigen Erfahrung im Energiesektor – unter anderem als Vertriebs- und Marketingleiter bei der Drachen-Propangas GmbH und dem italienischen Mineralöl- und Energiekonzern Eni bringt er umfassendes Branchenwissen und Marktverständnis mit. Bei Objektus verantwortet er nicht nur den Vertrieb, sondern treibt auch aktiv die Weiterentwicklung smarter Lösungen für Immobilienverwaltungen voran. Sein Fokus: Effizienz, Digitalisierung und praxisnahe Innovation im Gebäudebestand.
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Über Objektus
Seit mittlerweile 18 Jahren zählt die Objektus GmbH zu den führenden Anbietern von Dienstleistungen für die Wohnungswirtschaft und bietet sowohl digitale als auch analoge Technik im Sinne der gesetzlichen Rauchwarnmelder- und Heizkostenverordnung. Das Portfolio reicht von der reinen Verbrauchsdatenerfassung bis hin zur Heizkostenabrechnung als Full-Service-Dienstleistung. Neben dem Hauptsitz in Norderstedt bei Hamburg ist Objektus mit sechs Niederlassungen in allen Teilen Deutschlands vertreten.
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